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Der Garten im Jahr 2050- Fakt und Phantasie

Fakt:

Wie kann man sich heutzutage die Arbeit im Garten erleichtern?

Welche Gartenroboter gibt es schon?

Da fällt mir sofort der Rasenmäherroboter ein. Auf diversen Gartenschauen wird er präsentiert. Dieser Roboter dreht einsam seine Runden im Garten und mäht so vor sich hin. Ab und zu eckt er an, versucht das Hindernis zu umfahren und dann geht es weiter.

Ich persönlich kenne bislang keinen privaten Gartenbesitzer, der seinen Rasen einem Roboter anvertraut. Mäht dieser Roboter tatsächlich nur Grashalme um oder auch die hübsche Tulpe, die dem Rasen als highlight entsprießt?

Ich würde mich freuen, wenn mir der/die eine oder andere Leser/in seine/ihre Erfahrung mitteilen könnte.

Bei meiner Recherche habe ich einen lustigen Artikel über einen Roboter gelesen, der Schnecken einsammelt:

"... an der Universität von West-England hat Ian Kelly mit Kollegen einen Automaten entwickelt, der den Schnecken in den Beeten den Garaus bereitet. Kellys so genanntes Slugbot ist mit einer Rotlichtdiode ausgestattet, die die nachtaktiven Weichtiere auch bei Dunkelheit aufspürt. Mit einer Schaufel greift der vierrädrige Roboter nach den Schnecken und wirft sie in seinen Bioreaktor, in dem die Tiere vergären. Er produziert damit zugleich seinen eigenen Treibstoff. Hindernisse erkennt der Slugbot per Ultraschall. Erste Tests ergaben, dass er rund 70 Prozent der gefräßigen Quälgeister mit seiner Kamera entdeckt."

Quelle: Claus Spitzer-Ewersmann 10.07.2003 Berliner Zeitung

unter http://www.ias.uwe.ac.uk/People%20Pages/i-kelly/tta.htm

 

gibt es weitere Informationen zum Slugbot und von dem Entwickler Ian Kelly, als auch kurze Videos.

 

 

Phantasie:

Wie stelle ich mir den Garten im Jahr 2050 vor?

Ich komme von der Arbeit, schlüpfe in meine Gartenclogs und eile in den Garten. Ich krempel mir die Ärmel hoch, binde mir die Haare zurück, ziehe die Gartenhandschuhe an.
Ich sinne nach.
Enttäuscht ziehe ich mir die Handschuhe aus, löse mein Haar und gehe zur Garage.

Ich ziehe den Rasenmäherroboter Robot No.1 heraus, gebe ihm einen Stoß und er rollt den Rasen entlang. Schnurrend schneidet er an der Graskante entlang und ohne Widerworte zu geben wird jede Arbeit erledigt.

Derweil setze ich mich in den Liegestuhl, schaue verträumt in den blauen Himmel, gönne mir ein kühles Getränk.
Piep, piep, piep ertönt es, "Ich bin fertig" läßt sich eine Roboterstimme, die sich anhört, wie die deutsche Stimme von "Inspector Barnaby", vernehmen. (Ich hatte nach dem Kauf des Robot No.1 diverse Stimmen in den Rechner eingelesen.)


Ich erhebe mich, eine Schweißperle rollt mir derweil von der Stirn und schwubs ist Robot No.1 in der Garage an seinem Platz.


Nun drücke ich einen Knopf und nach meiner individuellen Gefühlslage ertönt eine leise, nette Musik und gleichzeitig geht der Rasensprenger an. Gemäß meiner heutigen Laune heraus wähle ich ein Programm und bestimmte, welche Wasserfontänen mein Herz und meine Sinne erfreuen sollen. Das Ganze ist natürlich auch farblich hübsch ausgeleuchtet. Überall erstrahlen Skulpturen mit einer OLED- Beleuchtung, denn die Dämmerung beginnt langsam.

Seufzend gehe ich später an meinen Rabatten entlang und wieder huscht ein Schweißtropfen über meine Stirn, welchen ich gedankenverloren wegwische.


Nun ist es Zeit für den Schneckensammler, den Robot No.2, der auf Befehl meiner Stimme aus der Garage rollt. Ich setze ihn auf den herrlich gemähten Rasen und der Schneckensammler Robot No.2, rauscht summend davon, ein leises Lied auf den Robotorlippen, welches ich in den Rechner kopiert habe.

Robot No.2 saust in der Dämmerung in meinem Garten umher, verjagt die Katzen des Nachbarn und auch meine, fährt über den Rasen und zwischen den Büschen und hebt hier und da eine Schecke auf, wirft sie hinter sich in einen Auffangbehälter, wo sie zischend hineinfällt. Robot No.2 unterscheidet gut, ob Stein, ob Schnecke, ist in einer Stunde mit seiner Arbeit fertig.


Was mache ich eigentlich noch im Garten der Zukunft, außer mir den Schweiß von der Stirn zu wischen?

Ich nehme mir ein gutes altes Buch. Ein nettes, altes Gartenhandbuch, mit Eselsohren und Fettflecken auf manchen Seiten.

Ein Buch, indem steht, wie früher im Garten gearbeitet wurde.
Ich seufze und schließe meine Augen. Schweiß rinnt mir die Stirn hinunter.

Bleibe mir gewogen.

Herzliche Grüße
Die Gartennanny