Startseite | Impressum | Datenschutz- DSGVO seit 23.Mai 2018 | Seitenübersicht | Suchen | Kontakt
Startseite
Interessantes_ aus 2015
Gartentermine
Gartenkalender_Start: Mai
Futterpflanzen für_Katz & Hund
Giftpflanzen
Interviews
Mein neuer Garten
Die Rosen_in meinem Garten
Pflanzen und Tiere_im Mittelalter: Alraune
Impressionen
Kunst im Garten
Kräutereinmaleins
Buchtipps
Meine Lieblings-_pflanze
Tipps und Tricks
Steckbrief_Walter von Saint ...
immer Ärger mit ... _Nacktschnecken
Blick übern_Gartenzaun: Brasil
Rezepte
Hilfe meine Pflanze_ist krank
Bambus_spinnmilbe
Die Miniermotte
Die Zecke
Der Garten Anno 2050
links & friends

Hilfe, meine Pflanze ist krank.

 

Heute: Nicht meine Gartenpflanze ist krank, sondern mein Garten macht mich krank.

Verursacher: Die Zecke

Quelle: Wikimedia

 

Inhalt:

Infos zur Zecke.
Welche Krankheiten werden durch sie übertragen?
Prophylaxe für den Garten möglich oder doch nur Personenschutz?

Kurzinfos zum Generationszyklus der Zecke (Ixodida):

Quelle: Wikipedia:
Die Zecke gehört zur Familie der Milben und zur Klasse der Spinnentiere. Es gibt über 900 verschiedene Zeckenarten, die meisten leben parasitär und benötigen einen Wirt (Säugetier, Vogel, etc.) zum Überleben und zur Vermehrung.
Zecken halten sich meist in hohen Gräsern, Farnen oder anderen Pflanzen auf, die ca. 1,5 m hoch sind. Wenn dann Tiere oder der Mensch an diesen Pflanzen vorbeiläuft, dann streift er sich die Zecke unbemerkt auf seinen Körper. Es stimmt eher nicht, dass die Zecken Bäume erklimmen, um sich dann auf ihr Opfer fallen zu lassen.
Zecken sind meist von März bis Oktober aktiv, jedoch nicht im Winter und werden zwischen 2 und 5 Jahre alt. Erwachsene Zecken haben acht Beine und werden ca. 4 mm groß.
Hat die Zecke ihr Opfer befallen und eine beliebte Stelle erwandert (gut durchblutete und dünne Haut), so ritzt sie die Haut ein und gibt zuerst an der Einstichstelle einen Gerinnungshemmer (das Blut soll weiter schön fliessen) und ein leichtes Betäubungsmittel (das Opfer soll von dieser Blutattacke nichts merken) hinein. Durch ausgedehnte Blutmahlzeiten schwellen vor allem weibliche Zecken zu einer beachtlichen und bemerkbaren und tastbaren Größe heran (bis zu 3 cm). Sie benötigen das Blut zur Eibildung. Nur die adulte Zecke befällt den Endwirt (Mensch, Rind). Nachdem das Weibchen pappsatt ist, läßt es sich vom Opfer abfallen und sucht einen Geschlechtspartner. Diesen Akt überlebt das Männchen nicht. Das Weibchen sucht nun eine geschützte Stelle im Boden auf, um dort ca. 2000 Eier zulegen und hernach zu sterben.
Je nach Zeckenart schlüpft dann aus dem Ei erst eine Larve, später entwickelt sich diese zur Nymphe. Darauf können dann noch einige Nymphenstadien folgen bis schließlich die adulte (erwachsene) Zecke entwickelt ist und nur diese kann geschlechtsreif werden. (Diese Entwicklungsabfolge gilt nicht für jede Zeckenart!). Alle Entwicklungsstadien der Zecke benötigen Blut zur weiteren Reife, welches sie sich von Zwischenwirten (Nagetiere, Katze, Hund) holen.

Welche Krankheiten werden durch die Zecke übertragen?
Die Zecke überträgt die Krankheitserreger (Bakterien, Viren) zwischen den Wirten, ohne selbst zu erkranken. Ich nenne hier nur drei verschiedene, durch Zecken verursachte Krankheiten. Es gibt leider noch etliche mehr.
Borreliose: durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit: 4- 6 Wochen nach dem Zeckenstich kann die sogenannte Wanderröte rund um den Einstich auftreten. Ist die Borreliose erst mal diagnostiziert, dann kann sie sehr gut durch Gabe eines Antibiotikums geheilt werden.
Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME): virale Erkrankung mit grippeähnlichen Symptomen. Der Verlauf der Krankheit ist bei Kindern und Jugendlichen besser als bei Erwachsenen. Ein Schutz (Prophylaxe) vor dieser Krankheit ist durch eine aktive Impfung möglich.
Rikettsiose: parasitär lebende Bakterien. Läßt sich, wenn diese Krankheit erst einmal festgestellt wurde, gut mit Hilfe eines bestimmten Antibiotikums heilen.

Feinde, die den Zecken nach dem Leben trachten:

  • sehr kalte Winter
  • bestimmte Pilzarten
  • bestimmte Nematodenarten (Fadenwürmer)
  • bestimmte Vogelarten
  • in Afrika: Sumpfschildkröten
  • parasitär lebende Wespenlarven, z.B. die Erzwespe, legt ihre Eier in Zecken, die daraus schlüpfenden Larven fressen die Zecke von innen her auf.

Ist eine Prophylaxe (Vorsorge) für den Garten möglich oder doch nur Personenschutz?
Folgendes Mittel gegen Zecken im Garten habe ich im Internet gefunden:

Neudorff Zecken- u. Grasmilben Konzentrat, Art.Nr.: NE-00421-2, € 19,99, 500 ml.
"Neudorff Zecken- u. Grasmilben Konzentrat ist ein nicht bienengefährliches Konzentrat zur Bekämpfung von Zecken und Grasmilben auf Rasenflächen und Beeten. Natürlicher Wirkstoff. Wirkt auch gegen Herbst- und Erntemilben."
Anwendung:
"Rasen vor der Anwendung mähen, um einen möglichst direkten Kontakt zwischen Spritzlösung und Zecken bzw. Grasmilben zu gewährleisten und so optimale Ergebnisse zu erzielen. Zecken- u. Grasmilben Konzentrat 1% ig, d.h. 10ml pro 1 Liter Wasser spritzen. Betroffene Rasenflächen gründlich mit der Spritzlösung einsprühen (100ml Spritzbrühe pro m² ausbringen). Nur direkt getroffene Schädlinge werden abgetötet. Ca. 20 cm der angrenzenden Bereiche mit behandeln. Obst- und Gemüsepflanzen dabei auslassen. Die Behandlung muss erst nach 7 bis 10 Tagen wiederholt werden. Behandelte Flächen können nach Antrocknen des Spritzbelags wieder betreten werden."

Meine persönliche Meinung:
Die Zecken müssen direkt mit der Lösung in Berührung kommen, damit sie sterben. Ich stelle mir das als ein schwieriges Unterfangen vor, jede Zecke im Garten zu treffen... Ich schätze, die Zeckenpopulation wird nur ein wenig reduziert!?

Ich selbst schütze mich im Garten mit einem Repellent, sowie langen Hosen und langärmlige Shirts. Ein Repellent ist ein Vergrämungsmittel, ohne den Angreifer damit zu töten.
Z.B. Autan Protection Plus von Bayer Schering Pharma, Pumpspray, 100 ml, Preis: € 10,66

Quelle:  Test.de

z.B. "Picaridin (Synonyme: Icaridin, Bayrepel): Ein von der Bayer AG entwickeltes Repellent. Die Chemikalie ist weltweit in mehr als 50 Ländern registriert. Sie erhielt 2001 eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der Stoff beeinflusst die Duftrezeptoren der Insektenantenne. Spezifische Wirtsdüfte werden wahrscheinlich nicht mehr erkannt. Den vorliegenden Daten zufolge dürfte das toxikologische Risiko geringer sein als beim bisherigen Standard DEET."

"Fazit: Hersteller, die damit werben, dass ihre Produkte nur pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten, setzen darauf, dass diese als harmlos gelten. Doch selbst gängige Nahrungspflanzen können giftig sein. Daher gilt: Alle Zeckenmittel sollten möglichst sparsam verwendet werden."

Liebe/r Leser/in der Gartennanny.

Man sollte sich und seine Haustiere nach getaner Gartenarbeit gezielt auf Zecken absuchen und diese schnellstens mit einer Zeckenpinzette entfernen, sowie den Einstich mit einem Desinfektionsmittel desinfizieren. Bei Haustieren würde ich die betroffene Stelle etwas freischneiden. Zeckenstiche muß man gut beobachten, ob sich eine Entzündung einstellt oder diese Wanderröte auftritt. Hat man vor, in ein Urlaubsgebiet zu reisen, wo vor erhöhtem Zeckenauftreten gewarnt wird, so sollte man sich gegebenenfalls mit einer aktiven Impfung gegen die FSME schützen. Eine aktive Impfung benötigt allerdings eine gewisse Zeit, weil der Körper erst Antikörper gegen den Krankheitserreger bilden muß. Das sollte in der Zeitkalkulation mit eingeplant werden.

Bitte aber nicht die Freude am Garten oder am Urlaub durch die Zeckengefahr vermiesen lassen.

Bleibe mir gewogen.

Herzliche Grüße
Die Gartennanny