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Gartennannys Kräutereinmaleins für die Küche

In dieser Rubrik möchte ich Dir die gängigsten Kräuter und Heilkräuter vorstellen. Natürlich liest man hier auch altbekanntes, aber mich störte immer, wenn ich in einem Kräuterbuch stöberte, das ein Buch allein nicht das erklärte, was ich wissen wollte. Daher stelle ich hier ein Wissen aus vielen verschiedenen Büchern vor, sowie meine eigene gewonnene Erfahrung im Laufe der Zeit. Abrunden möchte ich das Ganze mit Bildern aus meinem Kräutergarten. Der wichtigste Aspekt ist meiner Meinung, die Verwendung der Kräuter in der Küche. Viele Freunde und Bekannte fragen mich immer wieder, ob man diese oder jene Kräuter denn mitkochen kann. Ich finde, es gibt gerade in diesem Bereich einiges an Erfahrung und Wissen weiterzugeben.

heute stelle ich Dir folgende Gewürz- und Heilpflanze vor:
Ysop (Hyssopus officinalis), Eisenkraut, Bienenkraut.

So sieht der blühende Ysop aus:

 

Ysop in der Küche:

Kochen:
Frische oder getrocknete Blätter, aber bitte nie mitkochen, sondern erst kurz vor Ende des Kochvorgangs hinzufügen, sonst geht sein Aroma verloren. Nur sparsam anwenden.

Wird zur Likörherstellung genutzt.

Ysop schmeckt gut zu Sommersalaten, Kartoffel- und Bohnensuppen, Gemüsesuppen.

Eignung zum Trocknen: ja, Blätter und Triebspitzen kurz vor und während der Blüte ernten.

Samen eßbar: keine Angabe in der Literatur.

Blätter: besitzen Öldrüsen, können auch in Essig eingelegt werden.

Blüten eßbar: ja, duften, sind zartrosa, weiß oder blau- lila.

Blühdauer: von Juli bis September

Wurzeln verwendbar: wird in der Literatur nicht erwähnt!

Einfrieren: ja, in gut verschlossene Beutel oder klein geschnitten mit Wasser in Eiswürfelbehälter einfrieren.

ausführliche Beschreibung:

Ysop ist eine kompakt wachsende Pflanze, die mehrjährig ist. Ysop wird bis zu 60 cm hoch und wird fast ebenso breit. Diese mediterrane Pflanze mag einen sonnigen, mageren Boden, der trocken, steinig und tiefgründig sein sollte.

Ysop wird in der christlichen Kirche und im Judentum als Weihwedel benutzt.

Ysop im Garten:

Pflanzort: sonniger, kalkhaltiger, magerer, gut drainierter Boden

Pflanzzeit: Ab März/April in Saatgefäße oder Frühbeet, nur flach mit Erde bedecken, da Ysop ein Lichtkeimer ist. Später pikieren. Aussaat ab Ende April ins Freiland. Pflanzabstand 25 x 30 cm.

Rückschnitt: ja, im Herbst und zwar radikal, ca. 30 cm über der Erde, wirkt der Verholzung entgegen.

Sollte neben Grünkohl gepflanzt werden, da er die Kohlweißlinge fernhält.

Winterhart: ja

Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, ätherische Öle, Bitterstoff Hesperidin, Rosmarinsäure, Flavonoide (wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffe, spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Pflanze) , Farbstoff Hyssopin (bitter herb schmeckende Substanz).

Ysop ist eine Bienenweide.

Bekannt schon bei den:
wurde schon in der Antike (1200 v. Chr. bis 600 n. Chr.) von den Griechen sehr geschätzt und zwar zum Räuchern und Auslegen der heiligen Stätten.

Heilkraut: ja, bekannt seit dem Mittelalter (siehe Aufzeichnungen von Hildegard von Bingen, geb. 1098, gestorben 1179 bei Bingen, Benediktinerin, befasste sich u.a. mit Religion, Medizin, etc.)

Anwendung:
krampflösend, verdauungsfördernd, gegen Entzündungen in der Mundhöhle, bei chronischem Husten und Asthma, bei Nieren- und Gallensteinleiden, generell gegen Lungen- und Leberleiden; Ysopöl gegen Sonnenbrand, Ysopsirup wirkt gegen Erkältungskrankheiten, Ysoptee dient der Appetitanregung, Ysopessig ist verdauungsfördernd, bei Rheuma, gegen blaue Flecken.

in Form von/ als:
Mundwasser, Tinktur, Aufguss, Tee, Öl, Essig, Sirup.

Herkunft: Mittelmeerraum, Kleinasien, Nordafrika.

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae).

mehrjährig: ja.

Vermehrung: durch Aussaat.

Vitalität:
habe noch keinen Befall irgendeiner Art, sei es Insekten, Pilze, daran festgestellt.

Quellen:
meine eigene Erfahrung durch meinen Kräutergarten
Autorin: Hildegard von Bingen, "Das Pflanzen und Kräuterbuch", Verlag: NGV
Autorin: M.T. Della Beffa, "Kräuter", Verlag: Kaiser
Autorin: Agnes Baum, "Hausmittel und Heilkräuter aus Klöstern", Verlag Kneipp Verlag
Autorin: C. Költringer, "Altes Kräuterwissen wieder entdeckt", Verlag: blV
Autorin: Marie- Luise Kreuter, "Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten", Verlag: blv
Wikipedia

Bleibe mir gewogen.
Herzliche Grüße
Die Gartennanny

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