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Gartennannys Kräutereinmaleins für die Küche

in dieser Rubrik möchte ich Dir die gängigsten Kräuter und Heilkräuter vorstellen. Natürlich liest man hier auch altbekanntes, aber mich störte immer, wenn ich in einem Kräuterbuch stöberte, das ein Buch allein nicht das erklärte , was ich wissen wollte. Daher stelle ich hier ein Wissen aus vielen verschiedenen Büchern vor, sowie meine eigene gewonnene Erfahrung im Laufe der Zeit. Abrunden möchte ich das Ganze mit Bildern aus meinem Kräutergarten. Der wichtigste Aspekt ist meiner Meinung die Verwendung der Kräuter in der Küche. Viele Freunde und Bekannte fragen mich immer wieder, ob man diese oder jene Kräuter denn mitkochen kann. Meiner Meinung nach gibt es gerade in diesem Bereich einiges an Erfahrung und Wissen weiterzugeben.

heute: Zitronenmelisse

Aliases: Melissa (griechisch für Honigbiene) officinalis, Bienenkraut, Herztrost, Mutterkraut, Frauenwohl, Wanzenkraut, englische Brennessel, Spanischer Salbei; gehört zu den Zauberkräutern, Duftpflanze.
Hier kommt ein Photo: 

Viele zarte junge Blätter für einen gesunden Tee oder viele zarte Blätter, etwa für einen Cocktail?
Wie Du siehst, kann die Zitronenmelisse etwas höher wachsen. Das sollte beim Planen eines Kräuterbeetes berücksichtigt werden.

Die Zitronenmelisse in der Küche:

Kochen:
Bitte erst kurz vor Ende des Kochvorgangs hinzufügen, da sonst das feine Zitronenaroma leidet. Das beste Aroma entsteht in den Blättern vor der Blütenbildung (also vor Ende Mai), aber auch danach sind sie natürlich genießbar.
Geeignet für Süßspeisen, aber auch für Suppen und Soßen, Fischgerichte, Salate, Getränke wie Tee aber auch für Cocktails.
Samen eßbar:
Alles an der Zitronenmelisse ist genießbar. Keine spezielle Erwähnung über kulinarische Genüsse der Samen in der gängigen Literatur.
Wurzeln verwendbar:
Hat bis zu 30 cm lange Wurzeln. Keine Erwähnung über kulinarische Genüsse der Wurzeln in der gängigen Literatur.
Geeignet zum Trocknen:
Ja, aber der Zitronenduft geht dabei fast völlig verloren.
Einfrieren:
Ja, der Duft bleibt besser erhalten, als beim Trocknen.
Einlegen in:
Öl, Essig, Alkohol (z.B. "Korn")
Die Zitronenmelisse ist bekannt als Zutat für das "Karmeliterwasser" und den"Melissengeist" (Spirituosen)

Ausführliche Beschreibung:
Die Zitronenmelisse ist eine buschige und aufrechtwachsende, ca. 100 cm hohe Pflanze. Sie ist völlig problemlos zu kultivieren, kommt jedes Jahr wieder, sieht hübsch aus und schmeckt lecker zu vielen verschiedenen Gerichten und Getränken. Sie ist eine Bereicherung für jeden Kräuter- und Heilpflanzengarten. Ihre Blüten und Samen sind eher unscheinbar und kulinarisch gesehen nicht von Interesse. Doch ihre Blätter, vor allem die jungen, zarten, die die Pflanze das ganze Jahr hindurch liefert, machen sie unverzichtbar und zu einer wichtigen Pflanze in meinem Kräuterbeet. Die Zitronenmelisse ist eine gute Bienenweide.

Die Zitronenmelisse im Garten:

Pflanzort: sonnig, warm, geschützt, Blüte: weiß, unscheinbar, Ende V-VIII
Die Zitronenmelisse kann eine raumfordernde Pflanze sein, die, wenn sie sich wohl fühlt, sehr buschig wird und bis 100 cm hoch wird und liebt lockere, kalkreiche Böden.
Es gibt diverse Sorten der Zitronenmelisse zu erwerben.
Aussaat möglich im April bis Mai oder Vermehrung durch Teilung der Wurzelstöcke der Altpflanze.
Rückschnitt:
Ja, im Herbst, radikal am Boden abschneiden.
Winterhart: Ja.
Inhaltsstoffe: "Pflanzenschleim", Harze, ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe, Rosmarinsäure.
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Mehrjährig: Ja. Heilkraut: Ja.
Bekannt in der Antike (ca. 1200 v. Chr. bis ca. 600 n. Ch.) bei den:
Arabern, Griechen und Römern.
Schon der Spanier Columella (1.Jahrh. n. Chr., römisch antiker Landwirtschaftsautor) rät, um die Bienenstöcke herum Rosen, Wicken und Melisse zu pflanzen.
Anwendung bei:
Rheuma, ihre ätherischen Öle hemmen das Wachstum von Herpes Viren, erleichtert das Einschlafen, ist ein Frauenkraut, das den Frauen in den Wechseljahren hilft, stärkt das Gedächtnis, "läßt die Menschen fröhlich werden" (lt. Hildegard von Bingen, Benediktinerin, geb. ca. 1098, gest. 1179), "die beste Pflanze für das Herz" lt. Paracelsus (schweizer Arzt, Alchemist, * vermutlich 1493 geboren, gestorben 1541), hat eine beruhigende und krampflösende Wirkung, bei Migräne (als Tinktur, innerlich und äußerlich).
Darreichungsformen: Tee aus den Blättern, Tinktur (Blätter und Blüten, innerlich und äußerlich), Pflanzenbrei (äußerlich), Aufguß
Herkunft: Südeuropa, Kleinasien

Quellen:
Autorin: Hildegard von Bingen, "Das Pflanzen und Kräuterbuch", Verlag: NGV
Autorin: M.T. Della Beffa, "Kräuter", Verlag: Kaiser
Autorin: Agnes Baum, "Hausmittel und Heilkräuter aus Klöstern", Verlag Kneipp Verlag
Autorin: C. Költringer, "Altes Kräuterwissen wieder entdeckt", Verlag: blV
Autor: Dieter Gaissmayer, "Küchenkräuter", Katalog der Staudengärtnerei Gaissmayer aus Illertissen
Autorin: Marie- Luise Kreuter, "Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten", Verlag: blv


Bleibe mir gewogen.

Herzliche Grüße
Die Gartennanny